Kurzreview: Spider-Man Homecoming – Virtual Reality Experience

Clipboard01

Gleich mal das Fazit zuerst: 5 Minuten „naja“.

Ich finds ja interessant, dass ich unter Oculus Home Windows 10 brauche um es spielen zu können, wobei Steam keine Probleme mit meinem 8.1 hat.. riecht fast so danach, als ob MS hier wieder über Bande versucht Win10 durchzudrücken… naja.

Jedenfalls ’ne kurze und nicht sonderlich tolle Erfahrung: Die einzig interessanten Momente, nämlich wenn man sich mit seinem Netz von A nach B schwingt, werden durch einen schönen „Ich-habe-ja-so-angst-dass-jedem-spieler-gleich-schlecht-werden-könnte-und-ich-dadurch-meine-promo-verkacke-comfort-mode-tunnelblick“, welchen man natürlich auch nicht ausschalten kann, versaut (siehe oben). Naja immerhin war es kostenlos, und die Kürze hat mir auch nicht viel ausgemacht, schließlich war es dadurch ja auch bald wieder vorbei..

Storm VR – gar nicht mal so schlecht

stormvr

Ich bin ja einiges gewöhnt von billigen VR-Experiences. Für die meisten habe ich auch noch Geld ausgegeben. Der Großteil meiner Sammlung im Oculus-Store hat nicht mal mehr als 20 Minuten Spielzeit hinter sich. Doch es gibt als Alternative auch noch den Indie-VR-Store WearVR, und hier findet man ab und zu auch ganz nette Perlen.

Zum Beispiel das Musikvideo Surge – eine Erfahrung die ich jedem, der zum erstem mal VR erlebt, zeigen muss. Es ist bei mir ganz oben auf meiner Liste mit dem Titel: „ich steh nur noch da mit offenem Mund und staune“. Großes Kino. Surge hat es übrigens mittlerweile in den offiziellen Oculus-Store geschafft, und ist dort kostenlos erhältlich.

Auch zum Beispiel das Spiel „Don’t Let Go„, bei dem die einzige Aufgabe ist, nicht die Finger von der Tastatur zu nehmen. Man muss im Prinzip nur beide Shift-Tasten festhalten, das ist alles… und natürlich auch dem Geschehen im Headset folgen. Hört sich einfacher an, als es ist, glaubt mir! Spoilern mag ich nix, aber es ist durchaus die 2.99$ wert.

Ja und heute habe ich mal geschaut, was es denn noch so neues gibt auf WearVR. Mit 5 Sternen bewertet, bei 1730 Views und nur 22 Downloads – das liegt wohl daran, dass die Entwickler 1.99$ dafür verlangen – erblickte ich Storm VR. Die erste Folge einer kommenden episodischen Serie. Ich weiß ja nicht, wie ernst die Entwickler das meinen mit „Episoden“, weil ankündigen kann man ja vieles. Aber ich war halt einfach neugierig und wurde somit zum Downloader Nummer 23.

Man startet als unbekannter Protagonist und findet sich direkt in einem Schneesturm wieder. Am linken Handgelenk ist die Survival-Uhr. Sie zeigt an, wie lange man wohl noch in der Kälte überleben wird – höchstens 15 Minuten. Ich laufe bzw. teleportiere mich umher bis ich an einer Hütte ankomme. Diese scheint auch meine einzige Rettung zu sein. Doch ich komme nicht rein – Tür versperrt mit einem Zahlencode, zudem kein Strom. Wär ja auch zu einfach, oder? Dann geht es darum, einige Rätsel im Escape-The-Room-Stil zu lösen.

Technisch gesehen gibt es sicherlich einige Sachen auszusetzen, zum Beispiel die unkonventionelle Tastenbelegung der Touch-Controller, oder auch dass meine Hände irgendwie falsch verdreht waren: wenn ich mit den Controllern auf meine echten Handflächen schaute, zeigten sie im Spiel seitwärts. Aber damit kann ich leben, es gibt schlimmeres…

Garniert ist das Ganze dann auch noch mit einer bemerkenswert hochqualitativen englischen Sprachausgabe, obwohl es sich anscheinend um einen chinesischen Entwickler handelt. Auch hierfür: Respekt!

Ohne mehr zu spoilern kann ich nur sagen. Es war die 1.99$ wert. Auch, wenn es nur ein kurzes Erlebnis war. Und ich hoffe auf weitere Episoden.

Den Entwicklern würde ich allerdings raten, da es sich ja um eine Serie handelt, diese erste Folge kostenlos anzubieten, um den Spielern einen Eindruck von der Qualität zu bieten – vorausgesetzt natürlich es folgen weitere Episoden.

Link zum Spiel: Storm VR bei WearVR
Offizielle Website: http://www.storm-vr.com/
Oh, und ich seh auch grad, es gibt’s auch auf Steam

Mein iPad 2 und die geplante Obsoleszenz

IMG_3482Mal wieder ein Rant, was kann schöner sein..
(Update: Doch nicht so schlimm, siehe Nachtrag)

Ich besitze in iPad 2 – Ich habe es mir 2011 gekauft, klar das ist in der heutigen Zeit eine Weile her aber trotzdem. Es gibt so einige grundlegende Dinge, die so ein Tablet, auch wenn es schon 6 Jahre alt ist, eigentlich locker packen müsste. Zum Beispiel: Videos abspielen. Oder einfach nur: Text eintippen.

Schon als das 3er iPad raus kam, merkte ich, dass Apple versucht, mich dazu zu bewegen, ein neueres Modell zu kaufen. Ich konnte früher ohne Probleme auf der Touch-Tastatur tippen, so schnell ich konnte. Und ich tippe wirklich schnell. Und ich war damals begeistert, wie reaktionsfreudig das iPad war. Doch mit jedem iOS-Update wurde es träger. Ich hab aktuell iOS 7.?? drauf laufen und ich fühle mich seitdem wirklich verarscht. Ich wollte seitdem auch nicht weiter updaten.

Denn mit jedem Update – auch wenn ich’s Apple zugute halten muss, dass sie auch noch so viele Jahre nach Release iOS Updates für mein altes iPad rausbringen – umso mehr kam ich mir vor, wie mit einer Krücke.

Eine zentrale Funktion, wie eben die interne Tastatur:  Ich kann schon seit langem nicht mehr so schnell tippen, wie ich will, ich weiß nicht wann dies anfing. Aber: Reaktionszeit 100ms oder mehr. Wenn ich schnell tippe, werden Buchstaben verschluckt. Ich fühle mich genötigt.

Aktuell, wenn ich was auf dem iPad schreiben will, schau ich immer auf das Display und sehe nach, ob der Text, den ich tippte auch wirklich auf dem Bildschrim erscheint.

Oder ein weiteres Beispiel: Ultimate-Guitar. Ich will Tabs auf meinem iPad anzeigen lassen. Im Prinzip sind das Textdateien. Schön verpackt in einer App, leicht durchsuchbar, für den Komfort kann ich schon paar € ausgeben. Aber ne. Man braucht dafür, sich Text anzeigen zu lassen, mindestens iOS 9.

Netflix ist auch ein weiteres Beispiel. Ich konnte doch vorher auch flüssig Videos streamen. Was zum Teufel ist jetzt so innovatives in der neuen App, dass ich iOS 9 brauche?

Dafür gibt es unzählige weitere Beispiele. Mein iPad hat damals 900€ gekostet. Ich habe eine Menge Musik-Apps, darunter Synthesizer, Effektgeräte, Drum-Machines, Sequencer, ja ich hab sogar eine extra Docking-Station dafür, die mir MIDI-In- und Outputs liefert inklusive, um mit einem Keyboard das iPad als Syth zu benutzen. Sie haben damals perfekt funktioniert, es war überhaupt nicht nötig irgendwas zu „verbessern“. Dennoch, heute funktionieren sie nicht mehr. Sie verlangen ein neueres Gerät.

Ich wünschte ich könnte mein iPad zurück in die Zeit schicken: mit iOS 5 oder 6, den alten Versionen aller meiner Musik-Apps, die einfach funktionierten. Backups hab ich dummerweise keine gemacht. Aber vielleicht schau ich ja mal, ob ich dies irgendwie hinbekomme.

Dennoch: Es ist traurig, dass so ein Gerät, das eigentlich zu so viel fähig ist, das damals schon alles konnte, plötzlich nichts mehr kann. Nicht, weil es dazu nicht in der Lage wäre, sondern weil ich dazu genötigt werde, mir ein neues anzuschaffen, das zwar „schneller“ und „besser“ ist, was aber für meinen eigentlichen Einsatzzweck keinen Mehrwert bietet.

Nun aktualisier ich es gerade auf iOS 8.4.1 – das letzte dafür verfügbare. Es ist soeben fertig geworden. Beim Eintippen meiner PIN für das erste Entsperren brauchte ich zwei Veruche: Beim ersten war ich zu schnell und es hat eine Ziffer verschluckt….

Nachtrag:

ich glaube ich habe einen großen Fehler gemacht indem ich auf 8.4.1 upgedated habe. Hier gibt es wohl aktuell keinen Weg zurück. Es ist noch langsamer und die meißten Lücken, die ein Downgrade ermöglichen würden, sind hier geschlossen. Dumm dumm dumm von mir, ich hätte es wissen müssen. Wahrscheinlich wird daraus wohl ein neues Projekt: „Make my iPad 2 geat again“

Nachtrag 2:

Oha! Nachdem ich auf 8.4.1 upgedated hatte (ich dachte ja, mir wird das neueste Update vorgeschlagen, aber naja), kam eine neue Update-Aufforderung auf 9.3.5 – geht doch 🙂 Mal sehen, ich denke an der Geschwindigkeit wird sich sicher nichts verbessern. Aber immerhin kann ich jetzt die meisten Apps wieder nutzen. Anso dann, bis zum nächsten Rant in 2 Jahren 🙂

Rock Band VR – verschwendetes Potenzial

So, jetzt muss ich mich hier mal auskotzen: Als Oculus Rift-Besitzer auf der Suche nach immer neuen und interessanten VR-„Experiences“, die nicht nur aus hektischem Rumballern bestehen, war ich doch sehr begeistert, als neulich Rock Band VR raus kam. Wie geil ist das denn? Reviews bestätigen auch, dass das ein unglaublich tolles Erlebnis sein muss. Haken: Online kaufen für 50€ reicht nicht, man braucht einen kompatiblen Gitarrencontroller – was natürlich Sinn macht. Nun beginnt die Odyssee….

Es gibt laut offizieller Beschreibung 5 Controller:

Der PS3-Controller fällt weg, weil der einen dedizierten Bluetooth-Dongle braucht, nur für den Zweck. Kein Bock drauf. Ich spüre jetzt schon, dass es da Probleme geben wird. Von der Verfügbarkeit mal ganz abgesehen.

Die 2 XBox One Controller fallen weg, weil diese nur mit Windows 10 funktionieren. Witzigerweise hat Microsoft offiziell einen Support für Windows 7 und 8.1 nachgereicht, trotzdem funktioniert das in Kombination mit der VR-Version angeblich nur mit Windows 10. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Bleiben nur noch die 2 PS4-Gitarren: PlayStation®4 Fender Stratocaster und PlayStation®4 Fender Jaguar® (wem’s zuwenige ®s sind, bitte Nachreichen)

Tja, wär ja easy. Aber: Auf eBay: Nix, Auf Amazon Deutschland: Nix, Google-Suche: Nix. Einzig gibt es das komplette Spiel für PS4 mit Gitarre für weitaus mehr als 100€ – aber ich kauf doch nicht das Spiel zwei mal nur für den Controller.

Letzte Alternative: Der offizielle Link auf das Amazon-Bundle: Kostenpunkt 69,99$ inklusive Spiel – geht doch… denkste! Mit Versand aus den USA und Zoll/Steuern kostet das ganze 103€ – mit 3 Wochen Lieferzeit. AAAaaaarghhhhh!

So nun sitze ich hier und überlege ernsthaft, mir das zu ordern und zu warten. Gibt ja hier in Deutschland keine andere Option. Sehr schlecht gemacht, Oculus bzw. Harmonix oder wer auch immer das verbockt hat… wirklich sehr sehr schlecht. Ich bin „etwas“ enttäuscht.

Nachtrag 10.04.17:

Typisch ich! Paket mit Spiel und Controller für 103€ ist auf dem Weg aus den USA zu mir. Bis es in 3 Wochen ankommt, hab ich’s wohl eh wieder vergessen es geordert zu haben, und freu mich dann über ein Überraschungspaket mit Gitarre 🙂

Was soll ich ohne den Kiezneurotiker nun beim Kacken noch tun?

Ja, als ich vor knapp 3 Jahren nach Berlin zog, direkt in den gehasst-geliebten Kiez der Simon-Dach-Straße – ich wusste nicht worauf ich mich hier einlasse. Ich googelte zuerst einfach nach dem Straßennamen, und landete bei einem komischen Blog. Ich verstand nicht – jetzt verstehe ich.

Seitdem war er ein Bestandteil von mir, er sprach mir aus der Seele. Und es wird auch so schnell nie mehr jemanden geben, den ich während meiner bezahlten Arbeitszeit beim Kacken so gern gelesen habe wie ihn.

Wirklich – es war ein Automatismus: Deckel rauf, hinsetzen… langsam entspannen.. Smartphone mit 4G Internet raus… gehen lassen…. Favoriten aufrufen – ne.. musste ich gar nicht, es reichte, „ki“ in meine Adresszeile einzutippen, schon war er da..

Und es flutschte..

Je nach Artikellänge dauerte meine Kackzeit zwischen 5 und 25 Minuten. Danke dir dafür!

Nun ist er weg. Seit einigen Monaten schon. Ich war wirklich traurig. Nun weiß ich echt nicht mehr was ich beim Kacken noch lesen soll. Immerhin folge ich ihm noch auf last.fm (ja, das gibt’s noch). Und ich lausche auch noch regelmäßig seiner Playlist. Das heißt – er lebt zumindest noch.

Vielleicht kommt er wieder, vielleicht auch nicht. Wahtevor. Falls du das hier siehst, Kiezi: Es war schön, dich gelesen zu haben. Und dein Archiv liegt nun auch auf meiner Festplatte, damit ich in 50 Jahren meinen Großenkeln noch erzählen kann von der Zeit, in der man im Internet noch Anarchie duldete.

Danke Herr Stevenson (dead link, just for nostalgic purposes)

Was wirres kleines

Ich lese ja schon lange wirres.net – auch wenn’s bei ihm in letzter Zeit wohl hauptsächlich um Home-Automation geht (was mich durchaus auch sehr interessiert), mag ich ja seine Philosophie: schreibe alles klein

das gefällt mir.. und ich mag es ja jetzt eigentlich nicht so, irgendwelche ideen irgendwo her zu klauen, aber tja… here you go.. danke für die inspiration.

vielleicht laufen wir uns ja mal in berlin über den weg und dann unterhalten wir uns in kleinbuchstaben, ich fänd das total interessant

(nur das mit ohne den kommas muss ich noch üben)